Die übliche Runde

Die übliche Runde

Grauer Himmel bedeckt den Park mit Schatten. Beißender Wind kratzt
unermüdlich an seiner Haut
Den Kragen hochgestellt, geht er die übliche Runde
An den leeren Rasenplätzen vorbei, die sonst bespielt nach Leichtigkeit klangen
Den Bänken, die mit alten und neuen Paaren bestückt, Liebe in die Welt trugen
An den Beeten, Sträuchern und Bäumen vorbei, die in Blüte, den Duft
versprühten, den er mit Frühling verbindet
Und zum Teich, wo die Wildenten rasteten, entspannten, wie er früher
Als sich der graue Schleier zerreißt und im Wasser Farben von grün und blau.

Franz Göbel